10 Jahre Gelbfieberimpfstelle in Regensburg

Wir feiern 10 Jahre staatlich zugelassene Gelbfieberimpfstelle

"...und als kleines Dankeschön gab es für das gesamte Praxisteam einen Kurztrip an die Copacabana-natürlich gelbfiebergeimpft!:-)"

Seit 2016 ist unsere Praxis offiziell als Gelbfieberimpfstelle zugelassen. Das ist für uns ein schöner Anlass, im Juni ein kleines Jubiläum zu feiern — mit Reisefieber, einem Augenzwinkern und natürlich mit einer gut gelaunten Mücke.

Denn Gelbfieberimpfung ist nicht einfach „noch eine Impfung“ im Impfkalender. Sie ist eine besondere Reiseimpfung, die für bestimmte Länder empfohlen oder sogar für die Einreise vorgeschrieben sein kann. Außerdem darf sie nur von staatlich anerkannten Gelbfieberimpfstellen offiziell dokumentiert werden.

Kurz gesagt: 10 Jahre Gelbfieberimpfstelle — das heißt 10 Jahre Reisemedizin, Impfberatung, internationale Impfpässe, viele Reisegeschichten und manchmal auch ziemlich kurzfristige Urlaubsrettungen.

Wie wird man eigentlich Gelbfieberimpfstelle?

Eine Gelbfieberimpfstelle wird man nicht durch ein Schild an der Tür und auch nicht durch eine besonders große Packung Impfstoff im Kühlschrank.

Dafür braucht es eine offizielle Zulassung. Ärztinnen und Ärzte müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllen: medizinische Qualifikation, Erfahrung in der Reise- und Impfmedizin, geeignete Praxisräume, korrekte Lagerung des Impfstoffs, eine saubere Dokumentation und regelmäßige Fortbildungen. Auch die Beglaubigung im internationalen Impfausweis erfolgt nicht irgendwie, sondern mit einem amtlich vergebenen Siegel.

Oder weniger bürokratisch formuliert: Bevor man Gelbfieber impfen darf, muss man selbst erst einmal einige Stempel, Nachweise und Fortbildungen überstehen.

Für Patientinnen und Patienten ist genau das aber wichtig. Denn die Gelbfieberimpfung ist häufig nicht nur medizinischer Schutz, sondern auch ein offizieller Nachweis für bestimmte Reiseziele. Wenn am Flughafen, an der Grenze oder beim Visumantrag der internationale Impfpass kontrolliert wird, muss alles korrekt eingetragen und beglaubigt sein.

Warum uns Reisemedizin Freude macht

Reisemedizin ist ein besonders spannender Teil unserer Arbeit. Kein Reiseziel ist wie das andere, und keine Reisegeschichte gleicht der nächsten.

Manche Patientinnen und Patienten planen seit Monaten ihre große Fernreise. Andere stehen plötzlich mit dem Impfausweis in der Tür, weil die Reise „doch schon nächste Woche“ losgeht. Wieder andere haben eine lange Liste exotischer Reiseziele dabei — und manchmal ist der Impfpass abenteuerlicher als die Reise selbst.

Genau das macht die Reisemedizin so lebendig: Sie verbindet medizinisches Wissen mit ganz praktischen Fragen. Welche Impfungen sind sinnvoll? Was ist vorgeschrieben? Was gilt für Transitländer? Wie schützt man sich unterwegs vor Mücken? Und was sollte man besser nicht erst am Abend vor dem Abflug klären?

Kleine Mücke, großes Thema

Gelbfieber wird durch Mücken übertragen. Deshalb gehört zur reisemedizinischen Beratung nicht nur die Impfung, sondern auch der Schutz vor Mückenstichen.

Unsere Jubiläums-Mücke darf auf dieser Seite natürlich freundlich lächeln, mit Koffer reisen und vielleicht sogar einen Sonnenhut tragen. In Wirklichkeit gilt aber weiterhin: Mücken können auf Reisen mehr sein als nur lästig. Konsequenter Mückenschutz, passende Kleidung, Repellents und eine gute Vorbereitung gehören deshalb weiterhin ins Reisegepäck.

Unsere Mücke darf also gerne lustig aussehen — in echt halten wir sie uns lieber vom Leib.

Lustige und nette Erlebnisse aus 10 Jahren Gelbfieberimpfstelle

Da war vor einigen Jahren der junge Mann, der uns auf der Reise nach Tansania aus Dubai anrief, ob wir ihm einen neuen Gelbfieberimpfpass per Overnight-Express nach Dubai schicken könnten, da er seinen aus Versehen in der Waschmaschine gewaschen habe.

Oder kürzlich die sehr rüstige 86-jährige Dame, die sehr glücklich war, als wir ihr sagten, sie könne ruhig in Ihr Traumland Brasilien fahren, da wir auch gesunde ältere Menschen problemlos gegen Gelbfieber impfen können.

In 10 Jahren Gelbfieberimpfstelle sammelt man nicht nur Impfeinträge, sondern auch viele kleine Geschichten.

Da gibt es Patientinnen und Patienten, die mit perfekt sortierten Reiseunterlagen erscheinen — inklusive Reiseroute, Impfpass, Länderlisten und Farbstiften. Und dann gibt es diejenigen, die den Impfpass „ganz sicher irgendwo“ haben, nur leider nicht dort, wo sie ihn vermutet hatten. Wir haben auch kein Problem mit brasilianischen, russischen, koreanischen, türkischen, chinesischen, digitalen, gewaschenen und gebügelten, weißen, grünen, schmutzigen, leeren und vollen Impfausweisen… 😊

Manchmal wurde aus einer einfachen Impfberatung eine kleine Weltreise auf dem Papier: heute Brasilien, nächstes Jahr Uganda, irgendwann vielleicht noch Peru. Und immer wieder taucht die Frage auf, ob man die Mücke nicht einfach bitten könnte, im Urlaub eine Pause zu machen.

Besonders schön sind die Momente, wenn Patientinnen und Patienten nach ihrer Reise wiederkommen und erzählen: „Alles gut gegangen — und der Impfpass wurde tatsächlich kontrolliert.“

Und zum Dank ein nettes Souvenir aus dem Reiseland mitbringen!

Dann freuen wir uns mit. Denn genau dafür machen wir das: damit Reisen gut vorbereitet beginnen und möglichst gesund wieder enden.

Unser Jubiläumsgruß vom Praxisteam

Unser Motto zum Jubiläum: 10 Jahre Gelbfieberimpfstelle — wir impfen, Sie reisen sicherer!

Oder, etwas augenzwinkernder: Seit 10 Jahren stichfest in Sachen Reisemedizin.

Wir danken allen Patientinnen und Patienten, die uns in den vergangenen Jahren ihre Reisegesundheit anvertraut haben. Wir freuen uns auf viele weitere Reisepläne, Impfberatungen, Impfpässe und Geschichten aus aller Welt.

Ihr Dr. Stefan Mehringer mit Praxisteam